Sommerlicher Badespass im Zoo Basel

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Zoo Basel Basler Wirtschaft
Beim Javaneraffen-Felsen im Zoo Basel klingt es wie im Schwimmbad beim Kinderbecken. Unter lautem Geschrei plantschen und toben die jüngeren Tiere im Wasser herum. Das feuchtfröhliche Spektakel spielt sich vor allem zu den Fütterungszeiten ab. Javaneraffen lieben das Wasser und können gut schwimmen und tauchen. Diese Vorliebe der Javaneraffen kommt nicht von ungefähr. Ihr Herkunftsgebiet sind die südostasiatischen Inseln. Dort ernähren sie sich von den Früchten, Samen und Kleintieren, die ihnen die Wald- und Buschlandschaft bietet, aber auch vom reichen Angebot an den Küsten. Krabben, Schnecken, Muscheln und Fische stehen auf ihrem Speisezettel – alles Tiere, die nur erwischt, wer schwimmen und tauchen kann. Dieses Verhalten hat den Javaneraffen den englischen Namen: crab-eating macaque (Krabben-fressender Makak) eingebracht.

Futtern im Wasser
Weil Javaneraffen so gerne herumplantschen, erhalten sie ihr Futter in der warmen Jahreszeit nicht nur an Land, sondern auch im Wasser. Eine besonders begehrte Wassermahlzeit sind Rosinen. Diese sinken auf den Boden des Beckens und die Affen fischen sie in ausgiebigen Tauchgängen heraus. Die leichteren Erdnüsse treiben auf dem Wasser. Also kann man ihnen prima hinterherschwimmen oder noch besser: Anlauf nehmen, durchs Wasser spurten und im Vorbeirennen versuchen, eine Erdnuss zu erwischen. Ausserdem erhalten die Javaneraffen regelmässig Meeresfrüchte und Fisch, zur Ergänzung der sonst vor allem aus Gemüse bestehenden Nahrung.

Schwimmer und Nichtschwimmer
Javaneraffen sind in ihrer Verwandtschaft eine Ausnahmeerscheinung. Die meisten anderen Affenarten sind eher wasserscheu, schwimmen nur im Notfall, und tauchen können sie gar nicht. Menschenaffen können nicht einmal schwimmen. Wie wir Menschen sind sie aber in der Lage, es zu lernen. Alle anderen Säugetiere finden sich gut im Wasser zurecht. Javaneraffen leben im Zoo Basel seit 1930. Zurzeit zählt die Gemeinschaft 16 männliche und 22 weibliche Tiere. Die Weibchen sind in sieben Familien organisiert, die jeweils eng zusammenhalten. Die Männchen haben eine eigene Hierarchie und streiten sich ab und zu um den obersten Rang. In den letzten 12 Monaten kamen vier Jungtiere zur Welt.

Quelle: Medienmitteilung Zoo Basel